Es ist interessant, dass Teile der Befürworter der sogenannten Neutralitätsinitiative dieselben Personen sind, die hinter dem neuen Kriegsmaterialexportgesetz stehen. Dieses ermöglicht neu auch den Export von Rüstungsgütern in Bürgerkriegsländer. Wie das mit dem Symbol der Friedenstaube vereinbar ist, bleibt das Geheimnis der Initianten.
Aber neutral lässt sich natürlich am besten mit allen Geschäften. Das zeigt uns der Blick zurück zum Zweiten Weltkrieg. Da verkaufte die Schweiz ebenfalls Waffen an die Nazis und die Alliierten; neutral eben und erst noch ein super Geschäft.
Die Neutralitätsinitiative soll sicherstellen, dass weiterhin auch mit Unrechtsstaaten gehandelt werden kann. Mit Frieden hat diese Initiative nichts zu tun, aber viel mit schmutzigen Geschäften und verlogenen Argumenten.
Ruedi Taverna, Hausen
Leserbrief im Affolter Anzeiger vom 11. August 2026