
Meine Schwester und ich sind in einem Haushalt aufgewachsen, in dem grosser Wert auf soziale Gerechtigkeit gelegt wurde. Ich bin mir sicher, dass Barbara sich, gesetzt den Fall, dass sie gewählt wird, in der Rolle als Schulpflegerin stark für die Anliegen aller Beteiligten einsetzen wird.
Eigene Erfahrung
Als Berufsschullehrerin ist sie sich bewusst, was der Wechsel von der Schule ins Berufsleben für die Lernenden bedeutet. Mit der Entscheidung ihrer eigenen Berufswahl liess sie sich Zeit und absolvierte vor dem Gymnasium noch ein zehntes Schuljahr. Sie kennt somit die Bedeutung von Überbrückungsangeboten aus eigener Erfahrung.
Rascher Wandel
Als Berufsschullehrerin nimmt sie zudem den immens rasch stattfindenden Wandel der Anforderungen an die Lernenden durch neue technologische Möglichkeiten wahr. Es ist ihr ein Anliegen, dass die Lernenden im Umgang mit IT- Geräten sowie mit den damit einhergehenden Gefahren, aber auch deren Nutzen, geschult werden.
Bestandene Prüfung
Ihr ist auch bewusst, was der Übergang von der Primar- in die Sekundarschule für die Betroffenen bedeuten kann. Ich erinnere mich, wie sie nach der sechsten Klasse an die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium ging, obwohl unsere Eltern und ihr Lehrer ihr dies nicht zutrauten. Nach bestandener Prüfung teilte sie unseren Eltern mit, dass sie lieber in die Sekundarschule gehen wolle. Sie sagte, sie habe die Prüfung nur gemacht, um zu beweisen, dass sie fähig wäre. Dies zeigt auch den eigenwilligen Charakter meiner Schwester.
Trotzdem, oder gerade deshalb, sehe ich meine Schwester als geeignete Kandidatin für die Oberstufenschulpflege und hoffe, dass sie auch Ihre Stimme erhält.
Martina Rütimann, Affoltern
Leserbrief im Affolter Anzeiger vom 27. Februar 2026