Der monatliche Polit-Stamm von Grünen und SP nimmt am 11. März den Igel – das Tier des Jahres 2026 – in den Fokus. Ein Input erfolgt durch Robert Zingg, ehemaliger Kurator am Zoo Zürich und Igel-Spezialist, sowie durch Heidi Eggerschwiler von der Igelstation Säuliamt.

Beliebt, aber zunehmend bedroht: Der Igel lebt mitten unter uns. Je mehr Natur wir in Dörfern und Städten aufblühen lassen, desto besser geht es auch unseren Igeln. Unzählige Freiwillige kümmern sich um verletzt oder krank aufgefundene Igel. Und wer an einem lauen Sommerabend einen Igel durch den Garten tippeln sieht, freut sich über den sympathischen Gast.
In unseren Gärten liegt noch ein hohes ökologisches Potenzial. Wie kann man dieses nutzen? Wussten Sie, dass Igel pflanzliche Nahrung nicht verdauen können? Wenn ein Igel an einem Apfel schnüffelt, handelt es sich kaum um einen Vegi-Igel. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Igel den Wurm riecht, der im Apfel steckt. Igel brauchen ein dichtes Netz von Unterschlupfmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot an Insekten. Beides finden sie in weiten Teilen der landwirtschaftlich genutzten Gebiete kaum mehr.
Seit 2022 ist der Igel auf der Roten Liste der Schweiz als «potenziell gefährdet» eingestuft. Wo Siedlungen verdichtet werden, können wertvolle Igel-Lebensräume verschwinden. Deshalb hat Pro Natura den Igel als Tier des Jahres 2026 gewählt.
Helfen Sie mit, Gärten igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen. In unseren Gärten liegt noch ein hohes ökologisches Potenzial.
Thomas Schweizer, Grüne Bezirk Affoltern
Der Polit-Stamm GRÜNE | SP ist offen für alle. Einfach vorbeikommen, zuhören, Fragen stellen und mitdiskutieren: Mittwoch, 11. März, 19.30 Uhr, Hotel Prize by Radisson, Obstgartenstrasse 7, Affoltern
Affolter Anzeiger vom 6. März 2026