Falls Sie noch zögern sollten, wie Sie am 14. Juni abstimmen wollen, hier ein paar Gedankenanstösse:
Vielleicht achten Sie einmal darauf, wer heute hinter dem Steuer Ihres Linienbusses zur Arbeit sitzt, oder wer Sie heute im Restaurant bedient oder Ihre Mutter im Pflegeheim oder Sie selbst pflegt, oder wer Ihr Haus gebaut hat, in dem Sie wohnen, oder wer Sie an der Uni unterrichtet oder neben Ihnen im Büro sitzt oder Ihre Tochter im Fussball trainiert. Oder noch gewagter: Denken Sie darüber nach, ob in Ihrer Familie jemand in die Schweiz eingewandert ist und hier lebt.
Und dann fragen Sie sich, ob Sie möchten, dass diese Menschen die Botschaft erhalten sollen, dass sie hier nicht (mehr) erwünscht sind, weil sie wie wir alle Ressourcen nutzen, Familien haben und am öffentlichen Leben teilnehmen.
Wir haben es in der Hand, diese menschenfeindliche Initiative zu stoppen und mit aller Kraft zu sagen, dass wir keinen neuen Saisonnier-Status durch die Hintertür wollen und dass wir ökologische Probleme anders lösen müssen.
Deshalb empfehle ich Ihnen am 14. Juni ein beherztes Nein.
Maria Kapossy, Obfelden
Affolter Anzeiger vom 19. Mai 2026